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Nationales
Agility – Regelwerk
Allgemeine
Bestimmungen
Diese Regelungen treten am 1. Januar 2002 in Kraft und
ersetzen die bisher bei den VDH / Vereinen / Verbänden gültigen
Bestimmungen auf nationaler Ebene.
Alle Prüfungen und Wettkämpfe unterliegen in bezug auf
Durchführung und Verhalten der Beteiligten sportlichen
Grundsätzen. Die Art der Vorführung und deren
Beurteilung ist in den VDH- und FCI-Regelwerken
festgehalten. Die Vorschriften dieser Regelwerke sind für
alle Beteiligten bindend. Alle Teilnehmer haben die
gleichen Leistungsanforderungen zu erfüllen. Die
Veranstaltungen haben Öffentlichkeitscharakter; Ort und
Beginn der Prüfung sind den Mitgliedern öffentlich
bekannt zu geben. Die VDH / Vereine / Verbände, die der
AZG (VDH-Agility-Kommission) angehören, sind an diese
Rahmenbestimmungen gebunden. Den Verbänden ist es
gestattet, zu Qualifikationen / Meisterschaften eigenen
Zulassungsbestimmungen zu erlassen. Innerhalb von
Veranstaltungen nach dem nationalen Regelwerk sind alle
Hunde zugelassen. Ausnahme sind die 5 Qualifikationen zur
Agility-Weltmeisterschaft und Verbandsqualifikationen /
-meisterschaften, die einem zusätzlich Anforderungsprofil
unterliegen. Bei allen Punkten, die im nationalen
Regelwerk nicht angesprochen sind, gilt das FCI-Regelwerk
mit den Zusätzen zu den Agility-Geräten.
VDH-Agility-Veranstaltungen dürfen nur dann von VDH- /
FCI-Richtern bewertet werden, wenn ein Terminschutz für
die Veranstaltung von dem VDH-Mitgliedsverein / -verband
vorliegt, dem der Ausrichter angehört. Die Berufung
vereins- / verbandszugehöriger VDH-Agility-Richter regeln
die Verbände nach eigenen Vorgaben. Der Einsatz von ausländischen
FCI anerkannten Agility-Richtern kann nur dann erfolgen,
wenn vom VDH-Mitgliedsverein / -verband über den VDH eine
Freigabe des Richters beim ausländischen FCI-Mitglied
beantragt und erteilt wurde. Es ist für Richter unzulässig,
auf Prüfungen Hunde zu richten, die sich im Besitz oder
Eigentum eines auf dieser Veranstaltung amtierenden
Richters befinden bzw. deren Halter er ist oder die von
Personen gehalten oder geführt werden, die mit ihm in häuslicher
Gemeinschaft leben.
Der Richter hat Anspruch auf Kostenersatz, der sich nach
den jeweiligen Bestimmungen des Vereines / Verbandes
richtet.
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Der Ausrichter ist verpflichtet, dem
eingeteilten/vorgesehenen Agility-Richter spätestens 14
Tage vor der Veranstaltung folgende Informationen zu übermitteln:
·
Bekanntgabe der Gesamtzahl der Starter
·
Bekanntgabe der Prüfungsstufen und ggf. Spiele
·
Bekanntgabe der Kategorien
·
Beschreibung des Parcoursgeländes und dessen Größe
·
Auflistung der vorhandenen Geräte
·
Bestätigung, dass die erforderlichen Personen zur
ordnungsgemäßen Abwicklung der Veranstaltung - gemäß
Vorgaben des FCI-Regelwerks - am Prüfungs-/ Wettkampftag
vorhanden sind.
An
einem Prüfungs-/Wettkampftag dürfen einem
Agility-Richter nicht mehr als 1 00 Starter (Team: Hundeführer/Hund)
in maximal 300 Starts vorgestellt werden. Abweichungen von
dieser Zahl sind nur bei Qualifikationen/Meisterschaften möglich,
sofern der ausrichtende Verband sie genehmigte. Vor
Eintritt in die Prüfung/Wettkampf sind die entsprechenden
Genehmigungen dem amtierenden Agility-Richter vorzulegen.
Der Ausrichter hat in den Zeit- und Organisationsplan die
Überprüfung der Identifikation der Hunde, die der
Agility-Leistungsrichter dem Prüfungsleiter übertragen
kann, und im Bedarfsfall das Einmessen von
"Erststartern" einzuplanen.
Nach Möglichkeit soll der Ausrichter während der
Veranstaltung den startenden Teams abseits des Prüfungsparcours
eine Aufwärmmöglichkeit anbieten.
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Prüfungstage
Samstag,
Sonntag und Feiertag
Der
Freitag (ab 12.00 Uhr) kann in Verbindung mit Samstag oder
Samstag und Sonntag geschützt werden, wenn eine
entsprechende Überzahl an Startern gemeldet ist.
Im Rahmen einer Mehrtagesveranstaltung kann am ersten Tag
die VDH-Begleithundprüfung und am darauffolgenden Tag die
Agility-Prüfung abgelegt werden.
Ein
Hundeführer darf in einer termingeschützten
Veranstaltung nicht mehr als zwei Hunde vorführen und
kann nur an einer Veranstaltung pro Tag teilnehmen.
(Beispiel: Verein X führt eine Veranstaltung am Samstag
und Sonntag durch, zu der Hundeführer A gemeldet ist. Die
von ihm gewählte Prüfungsstufe wird dort am Samstag
abgeschlossen. Da es eine Zweitagesveranstaltung ist, die
erst mit der Siegerehrung beendet ist, kann er nicht am
Sonntag beim Verein Y starten.)
Es steht jedem Hundeführer frei, eine abgelegte Prüfung
zu wiederholen, allerdings nicht innerhalb derselben
Veranstaltung.
Prüfungsstufen
und Zulassungsalter
Das
Regelwerk ist unterteilt in:
Art der Prüfung/Wettkampf
Abkürzung
Mindestalter
Begleithundprüfung/Verhaltenstest
BH/VT
15 Monate
Begleithundprüfung-Agility/Verhaltenstest
BH-A/VT
15 Monate
Beginner-Klasse
15 Monate
Agility 1
A 1
18 Monate
Agility
2
A 2
18 Monate
Agility 3
A 3
18 Monate
Jumping 1
JP 1
18 Monate
Jumping 2
JP 2
18 Monate
Jumping 3
JP 3
18 Monate
Senioren-Klasse
mindestens 6 Jahre
Agility-Offen
A-offen
18 Monate
Spiele
15 Monate
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Kategorien
Für
Hunde, die in den nachstehenden Kategorien gemeldet
werden, ist der Nachweis der Größe durch Eintragung in
den Leistungsnachweis oder Vorlage des Messprotokolls zu
erbringen. Diese Eintragung darf nicht älter als Dezember
2000 sein. Berechtigung zur Messung haben die
VDH-Agility-Leistungsrichter. Messungen müssen mit Körmaß
vorgenommen werden. Messungen von Zuchtrichtern werden
dann in den Leistungsnachweis übernommen, wenn sie im
Zusammenhang mit Zuchtschauen/Zuchtprüfungen erfolgten
und entsprechend in die Ahnentafel des Hundes eingetragen
wurden. Grundsätzlich gilt, Messergebnisse sind nur dann
anzuerkennen, wenn der Hund bei der Messung 18 Monate alt
war. Bestandsschutz wird für die Hunde gewährt, die
bereits im Jahr 2001 in Agility starteten und entsprechend
- auch mit jüngerem Lebensalter - vermessen wurden.
Drei
Größenklassen sind vorgegeben:
Small (S)
kleiner als 35 cm Widerristhöhe
Medium (M)
ab 35 cm und kleiner als 43 cm Widerristhöhe
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Teilnahmevoraussetzungen
Das
Team (Hundeführer/Hund) ist teilnahmeberechtigt wenn:
·
Der Hund identifizierbar ist (Tätowierung oder
Chip)
·
der Nachweis über die erfolgreich abgelegte
VDH-Begleithundprüfung bzw. Begleithundprüfung-Agility/VT
innerhalb einer
termingeschützten Veranstaltung eines prüfungsberechtigten
VDH-Mitgliedsvereines (uneingeschränkt: SV, dhv, ADRK,
DV, RZVH,
PSK, BK, IBC, KfT, DBC, DMC) (ausschließlich
Agility-Leistungsrichter: CfBH, DKBS, CBP, VDP
VDH-anerkannte Leistungsrichter);
·
ein gültiger Leistungsnachweis vorliegt;
·
Unmeldung in eine andere Prüfungsklasse sind der
Meldestelle bis zum Montag vor der Veranstaltung
anzuzeigen;
·
Nachweis der Prüfungsreife (Start in der
gemeldeten Klasse) durch Unterschrift des Übungsleiters /
Trainers auf der Anmeldung
zur Prüfung/Wettkampf.
Unterschriftsberechtigt ist nur der Übungsleiter/Trainer
des Vereines für den sich der Starter zur
Prüfung / zum
Wettkampf angemeldet hat.
Bei
ungerechtfertigter Verweigerung der vorgenannten Bestätigung
kann der betreffende Hundeführer die nächsthöhere
Instanz zur Klärung einschalten.
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Start
von ausländischen Sportlern
·
Hunde, die ständig im ausländischen Besitz stehen
und in Deutschland eine Prüfung ablegen, brauchen bei
Vorlage des ausländischen
Leistungsnachweises keine
VDH-Begleithundprüfung nachzuweisen;
·
Nachweis der Mitgliedschaft des Eigentümers und
Hundeführers zu einem der FCI angeschlossenen Verband;
·
Nachweis der Startberechtigung in der gemeldeten
Klasse (Leistungsnachweis oder Agility-Zertifikat);
·
der Hund identifizierbar ist (Tätowierung oder
Chip);
·
Ummeldung in eine andere Prüfungsklasse sind der
Meldestelle bis zum Montag vor der Veranstaltung
anzuzeigen.
Grundsätzlich
gilt, es dürfen nur gesund erscheinende Hunde zur Prüfung
zugelassen werden. Vereinsveranstaltungen sind für alle
Mitglieder der dem VDH angeschlossenen Vereine / Verbände
offen.
Bei Nichteinhaltung der vorgenannten Punkte besteht keine
Startberechtigung in der Prüfung / dem Wettkampf.
Der Prüfungs-/Wettkampfleiter ist dem Agility-Richter
verpflichtet, kein Team an den Start gehen zu lassen,
welches die Startbedingungen nach diesem Regelwerk nicht
erfüllt.
Spezifische
Startvoraussetzungen in den Klassen
Beginner-Klasse
·
Startberechtigt ist nur der Hund, für den eine
bestandene VDH-Begleithundprüfung (siehe allgemeine
Bestimmungen) nachgewiesen wird.
Der Start in dieser
Klasse liegt im Ermessen des Hundeführers.
·
Der Hund, der mindestens 15 Monate alt ist und
bisher nicht in der Prüfungsstufe A 1 startete.
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Prüfungsstufe
A 1
·
Startberechtigt ist nur der Hund, für den eine
bestandene VDH-Begleithundprüfung (siehe allgemeine
Bestimmungen) nachgewiesen wird.
·
Der Hund, der mindestens 18 Monate alt ist.
Prüfungsstufe
A 2
·
Startberechtigt ist der Hund, für den dreimal
innerhalb von VDH-geschützten Prüfungen / Wettkämpfen
eine Platzierung 1-3 mit
fehlerfreien vorzüglichen
Ergebnissen oder zehn fehlerfreie vorzügliche Ergebnisse
ohne Platzierung unter mindestens zwei
verschiedenen
VDH-Agility-Richtern in der Stufe A 1 nachgewiesen werden.
·
Ein Abstieg aus der Klasse 2 in die Klasse 1 ist
freiwillig. Für einen erneuten Aufstieg sind die oben
genannten Bedingungen
erneut zu erfüllen.
Prüfungsstufe
A 3
·
Startberechtigt ist der Hund, für den drei
innerhalb von VDH-geschützten Prüfungen / Wettkämpfen
eine Platzierung 1-3 mit fehlerfreien vorzüglichen
Ergebnissen oder zehn fehlerfreie vorzügliche Ergebnisse
ohne Platzierung unter
mindestens zwei verschiedenen VDH-Agilily-Richtern in
der Stufe A 2 nachgewiesen werden.
·
Ein Abstieg aus der Klasse 3 in die Klasse 2 ist
freiwillig. Für einen erneuten Aufstieg sind die oben
genannten
Bedingungen erneut zu erfüllen.
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Senioren-Klasse
·
Ein Start in der Senioren-Klasse liegt im Ermessen
des Hundeführers, sofern der vorgestellte Hund mindestens
6 Jahre alt ist,
·
ein entsprechender Eintrag „Senioren-Klasse
ab:............ „
im Leistungsnachweis vom entsendenden Verband
eingetragen wurde;
·
nach der Eintragung in die Senioren-Klasse kann der
Hund nicht mehr zurück in eine andere Prüfungsstufe.
Jumping
Der
Jumping wird in den Prüfungsstufen 1 - 3 angeboten. Der
Start eines Hundes in der jeweiligen Stufe richtet sich
ausschließlich nach seiner Startberechtigung in den Prüfungsstufen
Agility.
Erworbene
Ausbildungskennzeichen sind ausschließlich in einen
Leistungsnachweis einzutragen
und zwar in den des Vereines/Verbandes, für den der
Starter sich zur Prüfung/zum Wettkampf meldete. In
weitere für den Hund erstellte Leistungsnachweise wird
nicht eingetragen und Nachtragungen zu einem späteren
Zeitpunkt sind nicht zulässig.
Spiele
Teilnahmeberechtigt
sind alle Hunde, welche die Voraussetzungen für den Start
in der Klasse Beginner erfüllen. Das Ergebnis wird in
keinen Leistungsnachweis eingetragen.
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Parcoursgestaltung
Beginner und Senioren
Beginner
Der
Parcours unterscheidet sich zu dem der Prüfungsstufe A 1
durch eine niedrigere Sprunghöhe (mindestens 5 bis
maximal 1 0 cm unter der Mindesthöhe der jeweiligen
Kategorie), dem einfacheren Streckenverlauf und der
festgelegten Laufgeschwindigkeit. In diesem Parcours
werden der Slalom, die Wippe, und der Reifen nicht
gestellt. Eine Eintragung in den Leistungsnachweis erfolgt
nicht. Im Gegensatz zu den allgemeinen Bestimmungen wurde
folgendes festgelegt: Am Tag des erstmaligen Starts in der
Al kann das Team zusätzlich vorher in der Beginner-Klasse
innerhalb derselben Veranstaltung starten.
Senioren
Der
Parcours unterscheidet sich zu dem der anderen Prüfungsstufen
durch eine niedrigere Sprunghöhe(mindestens 5 bis maximal
10cm unter der Mindesthöhe der jeweiligen Kategorie) und
der Laufgeschwindigkeit. In diesem Parcours werden der
Reifen und der Slalom nicht gestellt. Die Wand muss für
die Kategorien S und M auf 150 cm und für L auf 170 cm
abgesenkt werden. Die Ergebnisse der Senioren-Klasse
werden in den Leistungsnachweis eingetragen. Die
Senioren-Klasse ist auf dem Parcours der A2 zu laufen.
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Disziplinarrecht
Der
Prüfungs-/Wettkampfleiter ist für die Gewährleistung
von Ordnung und Sicherheit im gesamten Veranstaltungsgelände
verantwortlich. Der Agility-Richter ist berechtigt, bei
Nichtbeachtung von Ordnung und Sicherheit, die
Veranstaltung zu unterbrechen oder zu beenden. Grobe Verstöße
des Hundeführers gegen die VDH-/FCI-Regeln, gegen diese
Rahmenbestimmungen, gegen die Regeln des
Tierschutzgesetzes und gegen die guten Sitten können zum
direkten Ausschluss von der Veranstaltung führen.
Der amtierende Richter hat in diesen Fällen an die zuständigen
Verbands-/ Vereinsgremien eine Meldung abzugeben. Von dort
wird von den Beteiligten (Verein, Gruppe, Hundeführer,
Veranstaltungsleitung, Zeugen) eine Stellungnahme
angefordert, die dann zum Beschluss über eine
weitergehende Disziplinarstrafe (Verweis, Sperre,
Ausschluss auf Zeit oder Dauer von Veranstaltungen
allgemein, Qualifikationen / Meisterschaften insbesondere
oder Ausschluss auf Dauer oder Zeit als Mitglied) führen
kann.
Letztgenannte Ausschlüsse müssen in den satzungsgemäßen
Gremien der Vereine/Verbände beschlossen werden. Der
AZG-Geschäftsstelle/VDH-Agility-Kommission ist auf jeden
Fall Mitteilung zu machen.
Bei Ausschluss des Hundeführers aus einem Verein /
Verband kann eine Veröffentlichung im jeweiligen Vereins-
/ Verbandsorgan erfolgen.
Das Urteil des Agility-Richters ist unanfechtbar. Jegliche
Kritik an dem Urteil kann die Verweisung vom Hundesportgelände
und weitere Disziplinarmassnahmen nach sich ziehen. In
begründeten Fällen, die sich nicht auf
Tatsachenentscheidungen, sondern auf Regelverstöße des
Agility-Richters beziehen, ist eine Beschwerde möglich-
Diese Beschwerde ist schriftlich beim zuständigen
VDH-Mitglied (Verein / Verband) einzureichen. Sie kann nur
über die Prüfungs-/Wettkampfleitung eingereicht werden
und muss vom Beschwerdeführer und dem 1. Vorsitzenden des
örtlichen Vereins (Veranstalter), sowie einem weiteren
Zeugen unterschrieben sein. Diese Beschwerde muss
innerhalb von 8 Tagen nach dem Vorfall (Poststempel) an
den zuständigen VDH-Verband/-Verein abgesandt sein. Aus
der Anerkennung einer solchen Beschwerde leitet sich kein
Anspruch auf Revidierung des Richter-Urteils ab.
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Siegerehrung
Die
Siegerehrung ist der Abschluss einer Prüfung/eines
Wettkampfes. Alle Beteiligten, Agility-Richter, Hundeführer
und Prüfungs-/Wettkampfleitung haben daran teilzunehmen.
Die Siegerehrung gehört zur Prüfung. Fehlverhalten von
Teilnehmern und/oder deren Hunden kann Disziplinarmaßnahmen
nach sich ziehen.
Modalitäten
zu den 5 VDH-Qualifikationsläufen zur
Weltmeisterschaft Agility
Grundsätzlich
ist ein Qualifikationslauf und der Finallauf in einer
Halle durchzuführen.
·
Startberechtigt sind alle Hundeführer mit ihren
Hunden, die die Mitgliedschaft des Eigentümers des Hundes
und ihre eigene zu einem VDH-Verein/Verband nachweisen können
und die im Besitz eines gültigen Leistungsnachweises
sind;
·
die den Nachweis durch Eintrag in den
Leistungsnachweis erbringen, dass das Team innerhalb der
Saison
(Erstes Wochenende nach dem VDH-Finale und vor dem
Meldeschluss für das neue Jahr) dreimal vorzügliche
Leistungen in A 3 für den
entsendenden VDH / Verein /
Verband in VDH-geschützten Veranstaltungen unter zwei
verschiedenen VDH-Agility-Richtern erzielte.
·
Teilnehmer der Vorjahres-Agility-WM sind
automatisch qualifiziert.
·
Alle Teams, die am ersten Qualifikationslauf
teilnehmen, verpflichten sich (bis auf die Inanspruchnahme
eines Streichergebnisses,
welches weder der Hallenlauf
noch das Finale sein darf und bis zum jeweiligen
Meldeschluss über den zuständigen VDH / Verein /
Verband
bekannt zu geben ist) unabhängig von den erlaufenen
Punkten in allen Veranstaltungen anzutreten. (Eigene
Erkrankung
und/oder die des Hundes ist durch Attest
nachzuweisen.). Für Teams, die sich nicht ordnungsgemäß
abmelden, gilt, dass sie im
nächsten Jahr einvernehmlich
mit allen entsendenden Verbänden zu keiner
VDH-Qualifikation zugelassen werden.
·
Die VDH-Agility-Kommission beschließt den
Punkteschlüssel, der in den einzelnen Qualifikationen zur
Anwendung kommt.
Dieser Schlüssel ist vor dem ersten
Qualifikationslauf bekannt zu geben.
Die
maximale Anzahl der Teilnehmer, die zur
FCI-Weltmeisterschaft entsandt wird, bestimmen die
Mitglieder der VDH-Agility-Kommission mehrheitlich am Tag
des Finallaufes unter Berücksichtigung der Größe des
Starterfeldes und der gezeigten Leistungen in den
VDH-Qualifikationen.
Der Mannschaftsführer bestimmt nach dem letzten
Trainingstag am Austragungsort der jeweiligen WM, wer als
Mannschaftsmitglied und/oder Einzelstarter in den
Wettbewerb geht.
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VDH-Deutsche
Meisterschaft
Zugelassen
werden Teams (Hundeführer/Hund), die über einen VDH -
Mitgliedsverein / -verband gemeldet werden, unabhängig
davon, ob sie einen Hund mit oder ohne anerkannte
Ahnentafel oder einen Mischhund führen, sofern er
folgende Leistungsanforderungen erfüllt:
·
Das Team hat innerhalb der laufenden Saison (erste
Wochenende nach der vorjährigen VDH-Meisterschaft bis zum
Meldschluss für das laufende Jahr) unter zwei
verschiedenen VDH-Agility-Richtern in VDH-geschützten
Veranstaltungen dreimal die Note vorzüglich in der Prüfungsstufe
A 3 kombiniert mit den Platzierungen 1 – 3 nachzuweisen
durch Eintragung der Leistungen im Leistungsnachweis des
entsendenden VDH/Vereins/Verbandes.
Dieses
Regelwerk wurde auf Antrag der VDH-Agility-Kommission und
Empfehlung der AZG vom VDH-Vorstand beschlossen und tritt
mit Veröffentlichung in Kraft.
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Allgemeines
zur Ausbildung
Das
Übungs- und Aufbauprogramm erfolgt stufenweise. Die
Grundvoraussetzung, um mit der Arbeit für Agility
beginnen zu können ist, dass vom Hundeführer und dem
Hund die Gehorsamsübungen der dhv - Begleithundprüfung
beherrscht werden. Ein Prüfungsnachweis ist allerdings
nicht erforderlich.
Der
Hundeführer muss sich mit den Regeln des Parcours
vertraut machen und anschließend mit dem Hund stufenweise
die einzelnen Hürden und Geräte üben. Man beginnt mit
den leichtesten Hindernissen und mit den leichtesten Übungen.
Nach Beherrschung der Hürden und Geräte ist der Parcours
gemäß den Bestimmungen für Agility durchzuarbeiten.
Übungsprogamm
Übungen
an den einzelnen Hindernissen mit sofortiger Korrektur der
Fehler.
Übungen
an Hindernisgruppen - lernen, mehrere Hindernisse
nacheinander zu nehmen - Anhalten - Richtungsänderungen -
Verbesserung
der Arbeit an den einzelnen Hürden.
Geschwindigkeitstraining, besonders beim Slalom - Übungen
an Hindernisgruppen - lernen, mehrere Hürden nacheinander
zu nehmen - Richtungsänderungen - Übungen mit Hör- und
Sichtzeichen um Richtungsänderungen vorzunehmen -
Absolvieren eines Parcours "Jumping" -
Absolvieren eines Parcours "Agility" mit
Zeitnehmung.
Um
die Hundeführer zu motivieren und um es ihnen allen zu
ermöglichen ihre Fortschritte zu messen, empfehlen wir,
etwa alle zwei Monate einen Fähigkeitstest durchzuführen,
dessen Schwierigkeitsgrad der jeweils in den verschiedenen
Klassen geleisteten Arbeit entspricht.
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Die
Arbeit an den Hindernissen
Das
Gewöhnen an die einzelnen Hürden muss schrittweise
erfolgen. Bei den an den Hund gestellten Aufgaben muss der
zunehmenden Schwierigkeit und der Größe des Hundes
Rechnung getragen werden.
WICHTIG:
Agility - Übungen
eignen sich auch für Junghunde. Es muss jedoch unbedingt
beim Springen berücksichtigt werden, dass kleine bis
mittlere Rassen ihr Wachstum erst mit ca. 12 Monaten, große
Rassen erst mit ca. 18 Monaten beendet haben. Damit während
der Wachstumsphase Gelenk- und Muskulaturschäden
vermieden werden, sollen die Springübungen immer dem
Alter entsprechend durchgeführt werden.
Die
Hürden
Anfangs
wird an einer Hürde geübt, die aus waagrecht liegenden
Stangen besteht und nicht höher als 40 cm ist. (Für Mini
- Agility dementsprechend niedriger). Der angeleinte Hund
wird gerade gegen die Hürde geführt und kurz davor zum
Stehen gebracht. Der Hundeführer übersteigt das
Hindernis und fordert seinen Hund von der anderen Seite
der Hürde mit dem Wort "Hopp" oder
"Spring" zum Springen auf, wobei er zurücktritt
und durch leichten Zug an der Leine nach oben den Hund zum
Sprung animiert. Diese Übung ist zu wiederholen, bis der
Hund seine Aufgabe kennt, erst dann wird ohne Leine
gearbeitet. Nach jedem ausgeführten Sprung über die Hürde
soll der Hund vor seinem Führer stehen bleiben. Das
Hindernis wird nach und nach bis zu der vorgeschriebenen Höhe
erhöht.
Ist
dieses Ziel erreicht, werden die anderen Hürden in
Angriff genommen.
Es
sind dies:
Die
geschlossene Hürde, die offene Hürde, die Besenhürde,
die Mauer oder der Viadukt.
Springen
ist für den Hund mit keinerlei Schwierigkeit verbunden.
Man soll aber ab Beginn der Übungen immer auf einer
korrekten Durchführung der Sprünge bestehen. Zeigt der
Hund z.B.. die Neigung, sich mit den Hinterläufen auf dem
Hindernis abzustützen, ist eine sofortige Korrektur
vorzunehmen. Solche Fehler hemmen die Weiterausbildung und
den Erfolg.
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Der
Reifen
Meistert
der Hund den Sprung über die verschiedenen Hürden, kann
man zur Übung am Reifen übergehen.
ACHTUNG:
Hier genügt das Können alleine nicht mehr - der Hund
muss zusätzlich mit Genauigkeit und auch mit
Unerschrockenheit springen. Zuerst wird der Hund mit dem
auf dem Boden stehenden Reifen bekannt gemacht. Danach
wird wie bei den Hürden vorgegangen. Der Hundeführer
steht auf der gegenüberliegenden Seite des Reifens, wobei
die Leine durch den Reifen hindurch gezogen wird.
Gleichzeitig mit der Aufforderung "Hopp" oder
"Spring" ermuntert der Hundeführer den Hund
durch einen leichten Zug an der Leine, durch den Reifen
hindurch zu springen. Anfänglich ist es öfters
notwendig, dass der Hundeführer dem Hund etwas hilft,
indem er ihn genau vor die Reifenöffnung platziert. Hat
der Hund mehrere korrekte Sprünge ausgeführt, wird ohne
Leine weitergearbeitet.
Dann
wird der Reifen stufenweise in seine normale Stellung bzw.
Höhe Der Hund muss nun lernen, dass Hindernis aus
verschiedenen zu meistern. Er muss den Moment des
Absprunges bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten einschätzen
können. Es darf nur durch einen vollständig
bewegungslosen Reifen gesprungen werden.
Der
Weitsprung
Das
Anlernen des Weitsprunges erfolgt, indem der Hund
angeleint auf Schulterhöhe neben seinem Führer in
gerader Linie auf den Weitsprung mit schneller Gangart
(Laufschritt) geführt wird. Die Leine wird mit der
Aufforderung "Hopp" oder "Spring" kurz
nach oben gezogen. Zu Beginn sollte der Weitsprung nicht
mehr als 1m betragen. Wenn der Hund die Übung korrekt
ausführt wiederholt man sie ohne Leine. (Gleiche
Vorgangsweise wie beim Wassergraben).
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Der
Tisch/Liegezone
Wenn
sich der Tisch am Anfang des Parcours befindet, ist er ein
Unterordnungstest. Der Hund muss 5 Sekunden auf dem Tisch
verharren. Stellung wird fast immer liegend verlangt, aber
dann auch sitzend und stehend üben.
Die
Liegezone, die sich am Boden befindet, darf nie am Anfang
oder Ende des Parcours platziert werden. Hier muss der
Hund 5 Sekunden in liegender Stellung verharren.
Um
diese Hindernisse zu meistern, muss der Hund bereits. eine
gute Führigkeit aufweisen. Der Hundeführer lehrt den
Hund auf den Hörzeichen "Hopp" oder
"Spring" auf den Tisch zu springen. Der nächste
Schritt besteht darin, den Hund in liegender Stellung auf
dem Tisch verharren zu lassen. Hörzeichen
"Platz", "Bleib". Nach und nach lernt
der Hund dann die Reihenfolge der Hörzeichen "Hopp,
Platz, Bleib". (Später "Hopp, Sitz/Steh,
Bleib")
Bei
der Ausbildung für die Liegezone wird gleich vorgegangen,
nur wird das Hörzeichen "Hopp" durch
"Voran" ersetzt. Hörzeichenreihenfolge =
"Voran, Platz, Bleib". (Die Worte für die Hörzeichen
sind nicht bindend, sie können vom Hundeführer auch
selbst ausgewählt werden).
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Der
Tunnel
Dieses
Hindernis ist für den Hund besonders ungewohnt. Sein Zögern
muss überwunden werden. Hierzu führt man den Hund vor
die Tunnelöffnung, man redet ihm beruhigend zu und
versucht ihn zu veranlassen, auf das Hörzeichen
"Voran", die Röhre zu betreten. Bei anfänglichen
Schwierigkeiten kann man sich mit einem Ball oder sonst
einem, auf den Hund anziehend wirkenden Gegenstand,
behelfen. Man wirft diesen in den Tunnel und animiert den
Hund, ihn zu bringen. Nützt dies nichts, kriecht der
Hundeführer als erster in den Tunnel. Sehr wahrscheinlich
wird ihm sein Hund folgen. Hat der Hund erst einmal den
Tunnel passiert, ist die erste Hemmschwelle des Hundes
normalerweise gelöst.
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Der
Stofftunnel
Dieses
Hindernis sollte erst in Angriff genommen werden, wenn der
Hund ohne weiteres durch den festen Tunnel läuft. Beim
ersten Versuch platziert man den Hund vor den Eingang des
Tunnels, rollt den Stoff vollständig zurück und stellt
den Hundeführer auf die gegenüberliegende Seite. Er soll
so stehen, dass er von seinem Hund gesehen werden kann.
Der Hundeführer ruft den Hund mit "Hier" zu
sich und ermuntert ihn zu ihm zu kommen.
Ist
die Übung gelungen, beginnt man von vorne, wobei der
Stoffteil des Tunnels allmählich abgerollt wird, aber
noch hochgehoben bleibt. Der Hund soll seinen Führer noch
immer sehen können. Ist der weiche Teil vollständig
abgerollt und geht der Hund ohne jegliches Zögern
hindurch, lässt man den Stoff in seine natürliche Lage
auf den Boden fallen. Der Hundeführer ermuntert seinen
Hund mit der Stimme.
WICHTIG:
Niemals einen Hund in den Stofftunnel schicken, wenn der
Stoffteil verwickelt ist. Der Hund kann sich darin
verfangen und in Panik geraten.
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Die
Schrägwand
Anfänglich
sollen die beiden Aufstiegsrampen so weit wie möglich
auseinandergezogen werden, um die Höhe und die Neigung zu
verringern. Während der ersten Versuche soll der Hund an
der Leine geführt werden. Auf das Hörzeichen
"Hopp" oder "Spring" soll er die Rampe
annehmen, über die Planke laufen und auf der anderen
Seite wieder heruntersteigen. Sobald der Hund furchtlos
das Hindernis meistert, zeigt man ihm, wie er auf die
Kontaktzonen treten soll. Nach und nach wird die Höhe
vergrößert, wobei jegliches Überspringen der
Kontaktzonen sofort zur korrigieren ist.
Kontaktzonenfehler kommen an der Schrägwand am häufigsten
vor. Eine bewährte Hilfe, um den Hund zu veranlassen die
Kontaktzonen zu betreten, besteht darin, einen Autoreifen
vor der Aufstiegs- und Abstiegsrampe zu befestigen. Um
hindurchschlüpfen zu können, wird der Hund die ganze Länge
der Rampe ablaufen müssen. Das gleiche Ergebnis erhält
man, wenn der Hundeführer sich mit gespreizten Beinen vor
die Rampe stellt und den Hund zwischen den Beinen
hindurchgehen lässt.
>>
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Der
Laufsteg
Dieses
Hindernis erfordert vom Hund sowohl Gleichgewicht wie auch
Unbefangenheit und Furchtlosigkeit. Die Ausbildung muss
ruhig und ohne Hast angegangen werden. Unter keinen Umständen
darf der Hund am Zughalsband geführt werden. Bei einem
Fall oder Absprung kann sich der Hund verletzen. Der
Hundeführer bringt seinen Hund zur Aufstiegsrampe und
gibt dem Hund das Hörzeichen "Hinauf". Anfänglich
sollten der Ausbilder und der Hundeführer den Hund rechts
und links begleiten, um ihn zu ermutigen. Wenn es
Schwierigkeiten beim Hinaufsteigen und bei der Überquerung
des Laufsteges gibt, soll der Hundeführer den Hund
aufheben, an das Ende des Steges stellen, dort wo die
Abstiegsrampe anfängt und ihn ermuntern hinabzusteigen.
Danach
wird der Hund schrittweise immer vom Abstiegspunkt auf den
Laufsteg gehoben. Um dem Hund das nötige Vertrauen zu
geben, empfiehlt es sich, ihn mehrmals sowohl auf den Auf-
und Abstiegsrampen, wie auch auf dem Laufsteg halten zu
lassen (sitzend oder liegend). Sobald der Hund ohne Leine
arbeiten kann, bringt man ihm bei, korrekt auf die
Kontaktzonen zu treten. Jeder Fehler muss umgehend
korrigiert werden.
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Die
Wippe
Erst
nachdem die Arbeit an der Schrägwand und dem Laufsteg
problemlos geworden ist, bringt man den Hund zur Wippe und
gibt ihm das Hörzeichen "Hinauf". Nachdem er am
vorherigen Hindernis das Halten des Gleichgewichts gelernt
hat, muss der Hund nun noch lernen, seine Furcht vor einem
beweglichen Hindernis zu überwinden. Die Wippe ist ein
schwieriges Hindernis, wenn aber keine Ausbildungsfehler
gemacht werden, gewöhnt sich der Hund sehr rasch an
dieses Gerät. Es wäre von Vorteil, wenn der Ausbilder
anfangs den einen Teil der Wippe halten würde, um ein jähes
Herabkrachen zu verhindern.
Das
Wesentliche besteht darin, dem Hund klar zu machen, dass
das Brett sich nicht von selbst bewegt. Er muss begreifen,
dass das Schaukeln durch ihn selbst ausgelöst wird. Dazu
wird der Hund an kurzer Leine bis zum Kipppunkt der Wippe
hinauf geführt und angehalten, bevor sich das Brett zu
neigen beginnt. Nachdem sich der Hund ruhig verhält, soll
er einen Schritt noch vorne machen. Dann wird er wieder
angehalten und festgehalten, während sich das Brett
neigt. Erst wenn es den Boden berührt hat, wird der Hund
langsam herabgeführt.
Die
Übung wiederholen, indem man sorgfältig auf ein präzises
Anhalten des Hundes achtet. Dadurch lernt er, dass sich
das Brett allein durch sein Auftreten in Bewegung setzt.
Es muss verhindert werden, dass der Hund zu schnell herabläuft.
Wie bei der Ausbildung am Laufsteg wird der Hund mit dem
Hindernis vertraut gemacht, indem man ihn wiederholt während
des Abstieges absitzen lässt. Sobald der Hund das
Hindernis auch unangeleint meistert, soll man darauf
achten, dass er die Kontaktzonen nicht überspringt.
WICHTIG:
Die Stabilität der Wippe muss jeweils vor der Arbeit
kontrolliert werden.
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Der
Slalom
Dies
ist das am schwersten zu meisternde Hindernis, welches vom
Hund gleichzeitig Führigkeit, Intelligenz und perfekte
Beherrschung des bereits Gelernten voraussetzt. Wie bei
den vorausgegangenen Übungen sind Fehler sofort zu
korrigieren.
ACHTUNG:
Die erste Absteckung muss sich unbedingt auf der linken
Seite des Hundes befinden.
Es
bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, um den Slalom
zu üben bzw. zu erlernen.
1.
Absteckung in V - Form
Der
Hundeführer bringt seinen angeleinten Hund zum Beginn der
Slalom - Strecke (1. Absteckung links vom Hund). Er
ermutigt ihn durch das 1. Tor zu gehen, wobei er das Hörzeichen
"Slalom" gibt. Dieses Hörzeichen wird bei jedem
Tor wiederholt. Die V - förmige Absteckung erleichtert
dem Hund die Begegnung mit diesem, für ihn vollständig
neuen Hindernis. Die Tore sollen ganz allmählich enger
werden, so dass der Hund gegen Ende der Slalom - Strecke
gezwungen ist, sich hindurch zu schlängeln. Während
dieser Übungsphase muss der Hundeführer die Leine in
senkrechter Lage halten, damit der Hund in seiner
Fortbewegung nicht behindert wird. Wiederholen, bis der
Hund die Übung begriffen hat.
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2.
Abgrenzen der Tore
Je
zwei Absteckungen werden mit Draht verbunden - die Tore
sind somit für den Hund abgegrenzt. Am Anfang wird nach
der gleichen Methode wie unter 1. gearbeitet. Danach wird
ohne Leine gearbeitet. Der Hund geht neben dem Hundeführer
und dieser gibt bei jedem Tor das Hörzeichen
"Slalom". Jeder Fehler muss sofort korrigiert
werden.
Sobald
der Hund die Strecke fehlerlos abläuft, wird mit der
Arbeit auf Distanz begonnen. Der Hund sitzt am Beginn der
Slalom - Strecke, während sein Führer sich an das andere
Ende des Slaloms begibt. Von dort aus gibt er dem Hund das
Hörzeichen "Slalom". Der Hund soll nun in
Richtung Hundeführer gehen, indem er den Slalom korrekt
durchläuft. Die nächste Stufe besteht darin, dem Hund
das Hörzeichen "Slalom" nicht von vorne,
sondern hinter dem Hund stehend zu geben. (Der Hundeführer
bleibt am Anfang der Slalom - Strecke stehen). Der Hund
muss die Strecke fehlerlos durchlaufen. Führt er die Übung
korrekt und sicher aus, ist lediglich noch die üben.
Hierzu ist Motivation die beste Art und Weise den Hund
anzuspornen. Zeigt der Hund z.B.. Freude am Bringen von
Gegenständen, wird ihm ein solcher vor dem Slalom -
Hindernis gezeigt. Der Hundeführer hält den Gegenstand
in der Hand und animiert den Hund, ihm durch den Slalom
hindurch zu folgen. Nach Passieren des letzten Tores wird
der Gegenstand als Belohnung geworfen und der Hund dann
aufgefordert, den Gegenstand zurückzubringen.
WICHTIG:
Der Hund muss in der Lage sein, den ganzen Slalom
fehlerlos zu durchlaufen. Nur wenn dies zutrifft, wird der
Gegenstand als Belohnung geworfen. Andernfalls ist die Übung
zu wiederholen. Auch darf der Gegenstand stand nicht zu früh
geworfen werden, da der Hund dadurch veranlasst würde,
die Slalom - Strecke vor deren Ende zu verlassen, um dem
Gegenstand nachzulaufen.
Der
letzte Teil besteht darin, dass sich der Hundeführer 5
bis 6 m entfernt vom Slalom aufstellt und aus dieser
Distanz den Hund mit dem Hörzeichen "Voran" in
Richtung des Hindernisses schickt. Sobald der Hund beim
ersten Tor angekommen ist, ertönt das Hörzeichen
"Slalom". Der Hund muss daraufhin die ganze Länge
des Slaloms durchlaufen. Jeder Fehler muss sofort
korrigiert werden.
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Kavaletti
= Kleinhindernis
Diese
Kleinhürden haben nur eine Höhe von 30 cm und stehen
vier an der Zahl hintereinander in einem Abstand von
jeweils 1,60 bis maximal 2 m zueinander.
Der
angeleinte Hund wird gerade gegen die erste Kleinhürde
geführt, der Hundeführer übersteigt das Hindernis und
animiert seinen Hund durch das Hörzeichen
"Hopp" oder "Spring" das Hindernis zu
überqueren.
Diese
Übung ist zu wiederholen, bis der Hund alle vier
hintereinander stehenden Kleinhürden überspringt. Kennt
der Hund die an ihn gestellte Aufgabe, wird ohne Leine
gearbeitet.
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Aufbau
der Arbeit am Parcours
Hat
man erreicht, dass der Hund die verschiedenen Hindernisse
einzeln meistert, kommt der schwierigste und
interessanteste Teil der Arbeit: Der Hund soll lernen,
eine Gruppe von Hindernissen fließend in der schnellen
Gangart und mit Richtungsänderungen zu meistern.
Anfänglich
bedient man sich einer Hürdenreihe, deren Überwindung für
den Hund mit keinerlei Problemen verbunden ist. Es wird
ohne Leine und ohne Halsband gearbeitet. Vor der ersten Hürde
wird der Hund zum Stehen gebracht. Dann gibt ihm der
Hundeführer das Hörzeichen "Fuß" und läuft
parallel zum Hund, bei jeder Hürde das Hörzeichen
"Hopp" oder "Spring" rufend. Hat der
Hund begriffen, mehrere Hürden hintereinander zu nehmen,
werden Richtungsänderungen eingebaut. Es werden drei bis
vier Hürden so aufgestellt, dass der Hund von links nach
rechts und umgekehrt geführt werden kann.
BEISPIEL:
Der Hundeführer platziert seinen Hund gegenüber der Hürde
1 und steht selber links derselben. Ohne seine Stellung zu
verändern, gibt er dem Hund das Hörzeichen
"Hopp" oder "Spring" und weist ihm die
Richtung mittels eines Handzeichens. (Besser noch, im Fall
der Hund soweit fortgeschritten ist - "Links,
Hopp"). Der Hundeführer schickt somit seinen Hund über
die Hürde Nr. 4, hat der Hund diese überquert, ruft ihn
der Hundeführer mit dem Hörzeichen "Zurück"
zu sich, so dass der Hund erneut über die Hürde (in
entgegengesetzter Richtung) springen muss. Auf das Hörzeichen
"Rechts, Hopp", hat der Hund die Hürde Nr. 1 zu
nehmen. Hund anhalten, die Übung fortführen, indem die
Reihenfolge der Sprünge immer geändert wird.

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(Hürde
1, Hürde 2 hin und zurück, Hürde 1 in entgegengesetzter
Richtung)
1,
2, 2, 1
4,
1, 1,4
2,
1, 1,2
4,
2, 2, 4
Danach
stellt sich der Hundeführer in der Mitte der Hürden auf,
von wo aus er den Hund dirigiert.
1,
2, 3
3,
2, 1
3,
4, 1
3,
4, 2 etc.
WICHTIG:
Eine Hindernisgruppe darf nie zweimal in derselben
Richtung absolviert werden, damit der Hund sich die
Strecke nicht einprägen kann und gezwungen ist, sich ganz
auf die Hörzeichen seines Führers zu verlassen.
Nachdem
der Hund gelernt hat, mehrere Hürden nacheinander inkl.
Richtungsänderungen zu nehmen, wird ein Parcours aus
verschiedenartigen Hindernissen zusammengestellt.
Sukzessive sollen die Hindernis Bewältigung in immer
schnellerem Tempo erfolgen. Fehler müssen auf der Stelle
korrigiert werden.
Zeigt
der Hund durch eine fehlerlose Ausführung der
verschiedenen Übungen, dass er gelernt hat, was von ihm
erwartet wird, kann man ihn einen vollständigen Parcours
durchlaufen bzw. springen lassen.
Anfangs
wird man eine einfache Zusammenstellung der verschiedenen
Geräte vornehmen. Am Ziel ist der Hund ausgiebig zu
loben, damit ihm klar wird, dass es sowohl einen Start wie
auch ein Ziel gibt und er nicht unterwegs stehen bleibt
oder vom Parcours wegläuft. In dieser Ausbildungsphase
ist die Stelle, die der Hundeführer auf dem Parcours
einnimmt, sehr wichtig. Je nach dem Stand der Ausbildung
und entsprechender Führigkeit des Hundes soll der Hundeführer
sich so platzieren, dass er den Hund sowohl auf Distanz führen
und/oder dirigieren kann und ihn bei besonders schwierigen
Hindernissen wie z. B. beim Slalom, bei den Kontaktzonen
und bei Richtungsänderungen, aus der Nähe kontrollieren
bzw. korrigieren kann.
Mit
fortschreitendem Training, das heißt gemäß dem
Ausbildungsstand des Hundes, wird der Parcours immer
komplexer gestaltet. Dem Hundeführer und dem Hund wird
die Möglichkeit gegeben, das ganze Können zu zeigen.
Dabei darf man dem Hund nie und unter keinen Umständen
irgendwelche Fallen stellen. Es wäre dies ein grober
Fehler und widerspräche ganz dem Geist des Agility -
Sportes. Wie bereits empfohlen, sollte die Aufstellung des
Parcours immer wieder verändert werden, um jede
Automatisierung des Hundes bei der Arbeit auszuschließen.
Wie bei einem Wettbewerb üblich, wird auf dieser
Ausbildungsstufe mit dem Hund ohne Leine und ohne Halsband
gearbeitet.
Der
Faktor der Geschwindigkeit kann durch Festlegung einer
Standardzeit (SZ) zum Ablaufen des Parcours eingeführt
werden, wobei das Können des Hundes und die Ausführung
der von ihm verlangten Arbeit zu berücksichtigen sind.
Bei dieser Gelegenheit sei einmal mehr daran erinnert,
dass auf dem Agility - Parcours die Geschwindigkeit
alleine nicht maßgebend ist. Gewinner wird der Hund sein,
der die wenigsten Fehler auf dem Parcours hat und
innerhalb der SZ ist.
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Einige
Tipps
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-
Die Sozialisierung der Hunde untereinander ist ständig
zu schulen und zu fördern.
-
Vor der Arbeit am Parcours ist darauf zu achten, dass
sich die Hindernisse in absolut einwandfreiem Zustand
befinden.
-
Ausschließlich mit Agility - Geräten arbeiten, die
dem Agility - Reglement entsprechen.
-
Bei der Grundausbildung sind die Unterordnungsübungen
der dhv - Begleithundprüfung zu empfehlen und die
technische
Ausbildung getrennt dazu vorzunehmen.
-
Die Trainingsdauer begrenzen, die Übungen sind
abzubrechen, solange der Hund noch motiviert ist.
-
Keine Ausbildungsstufen überspringen, der Hund muss
von Grund auf seine Aufgaben verstehen.
-
Dem
Hund nie Zwang angedeihen lassen.
-
Bei
jedem Erfolg muss der Hund beim Training ausgiebig
gelobt und belohnt werden.
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