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Kreismeisterschaft des Vereins für Gebrauchshunde
MV-PHV Atsch-Breinigerberg - Viele Besucher

Mensch und Tier brachten vollen Einsatz

Stolberg (eis). Bessere Bedingungen für eine Kreismeisterschaft hätte sich der Verein für Gebrauchshunde MV-PHV Atsch-Breinigerberg nicht wünschen können: Die Sonne strahlte, es kamen viele Besucher und die Vierbeiner zeigten sich von ihrer besten Seite. Bei der Vielseitigkeitsprüfung des Gebrauchshundesportes mussten Mensch und Tier vollen Einsatz bringen. Zwei Tage lang zeigten Zwei- und Vierbeiner, was sie wieder und wieder trainiert hatten. Dazu gehören u.a. Fährtenarbeit im Gelände, Unterordnung auf dem Platz und Schutzdienst.
Den Hunden war der Spaß an der Sache an der feuchten Nase anzusehen. Freudig und hochmotiviert absolvierten sie ihre Aufgaben. Insgesamt sieben Hunde -zugelassen waren alle Rassen -starteten bei der Kreismeisterschaft auf dem Vereinsgelände hinter der „Waldschänke".

Die stolzen Sieger der Kreismeisterschaft.
Ausrichter war der Verein für Gebrauchshunde MV-PHV-Atsch-Breinigerberg 

(Foto: Heike Eisenmenger)

Der PHV Atsch-Breinigerberg hat in diesem Jahr neben der Kreismeisterschaft ein weiteres Highlight: Im September feiert er sein 50. Bestehen.

Frank Steffens, Mitglied des Jubiläumsvereins, holte mit Kirou Airport Hannover Platz eins, gefolgt von Vereinskamerad Günter Klütgens mit Fahra von Brandenholz. Den dritten Platz erreichte Karl-Heinz Nipps (MV Zülpich/Ux v. Briloner Eck), dahinter lag Rosemarie Backes (MV Atsch-Breinigerbert/Ulf von Sabbatsfeld).

Ganz im Zeichen der Vierbeiner hielt Schirmherr Karl-Heinz Eisenmenger seine Rede. „Sie,
meine Damen und Herren, sind auf den Hund gekommen", beschrieb er mit Wortspielen die enge Beziehung zwischen Zwei- und Vierbeinern.
Dann zitierte der CDU-Ratsherr folgende Begebenheit: „In Serbien wurden kürzlich zwei Wachhunde mit dem Tode bestraft, weil sie nicht gebellt hatten, als mehrere Einbrecher flohen."
Dieses Schicksal wird die Gebrauchshunde nie ereilen. Ganz im Gegenteil: Für sie gab zur Belohnung eine dicke Wurst.


Vierbeinige "Schüler" glänzen bei der Prüfung durch Kondition und Spürsinn
Kreismeisterschaft für Gebrauchshunde auf den Hundeübungsplatz Atsch-Breinigerberg

von Doris Schlachter

Stolberg. Hoch konzentriert gehen Halter und Hund durch die Prüfung. Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Die Stimmen der Zuschauer, die von Prüfungsleiterin Karin Küttgens abgefeuerten Schüsse: Keine Chance! Zwei- und Vierbeiner lassen sich nicht ablenken. Sie konzentrieren sich einzig und allein auf ihre Aufgabe.

Am Wochenende fand auf dem Gelände des Hundevereins Atsch-Breinigerberg die Kreismeisterschaft der Kreisgruppe Aachen unter dem „Deutschen Verband der Gebrauchshunde" statt. Sieben Hundehalter nahmen mit ihren Vierbeinern an der Prüfung teil, die aus Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst besteht.

Spurensuche und immer auf der Fährte bleiben

Für die Fährtenarbeit geht's nach Dorff auf eine Wiese. Im Beisein der drei Richter werden die Fährten vorgelegt. Jetzt muss der Hund , ganze Arbeit leisten. Denn diese Sparte eignet sich nur für solche Hunde, die gute Konditionen haben und deren Geruchs- und Spürsinn vom Halter gefördert wird. Die maximal hundert Punkte können hier nur erreicht werden, wenn der Vierbeiner alle drei Gegenstände findet und dabei immer auf der Spur bleibt. 

Weiter geht es auf dem Gelände des Hundevereins am Breinigerberg, wo Unterordnung beziehungsweise, Gehorsam vom Hund abverlangt wird. Ingo Kremer vom MV Zülpich ist mit seinem Schäferhund Bruno von Haardblick als Erster dran. Danach geht es für Rosi Backes und Dobermann Ulf von Sabbatsveld ans Eingemachte. Mit Argusaugen beobachten die Richter Schritt und Tritt des Gespanns vom MV Atsch-Breinigerberg. Die Unterordnung wird mit verschiedenen Übungsteilen - Unbefangenheit in einer Menschengruppe, gegenüber Knallgeräuschen, freies Abliegen, Bringen von Gegenständen, Springen und Klettern - geprüft.

Auch für Unbefangenheit gibt es wichtige Punkte Zuerst muss Ulf eine Strecke bei Fuß gehen. Dann muss er seine Unbefangenheit in einer vierköpfigen Gruppe beweisen, mit seinem „Frauchen" um die einzelnen Leute herum gehen und schließlich vor einer Person neben seiner Halterin sitzen. Alles klappt wie am Schnürchen. Kurz vor dem Ende der Prüfung dann ein dicker Fehler. Rosi Backes wirft einen Gegenstand über die 1,80 Meter hohe Schrägwand, Dobermann Ulf springt rüber, kommt allerdings nicht auf die gleiche Weise zurück, sondern nimmt den bequemeren Weg am Hindernis vorbei. Raunen in den Zuschauerreihen. „Schade, aber da kann man dem Hund wirklich keinen Vorwurf machen. Rosi hat den Gegenstand nicht weit genug hinter die Wand geworfen. Der Hund hatte dadurch ja gar keinen Anlauf mehr", unterhalten sich zwei Vereinsmitglieder. Rosi Backes ist ebenfalls sichtlich enttäuscht, ihrem Hund gibt sie natürlich die nötigen Streicheleinheiten. Die Zuschauer applaudieren. Später noch mehr, schließlich hat´s mit 84 Punkten immer noch für die Note „gut“ gereicht.

Frank Steffens und sein Malinos Kirou Airport Hannover haben einen besseren Tag erwischt. Fast ohne Fehler geht es übers Gelände. Der Vierbeiner geht bei Fuß, sitzt, macht Platz - oder wie es die Hundekenner sagen: legt ab -, gehorcht auf Befehle wie „Steh", „Hier", und „Aus" und springt problemlos über die ein Meter Hürde sowie über die hohe Schrägwand, um den Gegenstand zu holen und zurückzubringen. Das gibt satte 90 Punkte von den Richtern, ein „sehr gut".

Schutzdienst erfordert hohe Anforderungen

Während Kirou Airport Hannover die Prüfung ablegt, liegt Bouvier Tosca von der Barbierhoeve seelenruhig einige Meter weiter auf der Wiese. Ihr Halter Josef Flöter vom MV Stolberg-Werth hat sich hinter einer Wand versteckt. Da gibt's kein Heulen oder Jammern, Tosca muss ruhig in ihrer Position verharren. „Das sieht alles so einfach aus, erfordert aber ein Höchstmaß an Konzentration" weiß Joachim Wonschik, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Kreis Aachen. „Noch interessanter wird es gleich beim Schutzdienst. Da werden besonders hohe Anforderungen an die Disziplin des Hundes gestellt", weiß Ingo Kremer vom MV Zülpich.

Beim Schutzdienst, der dritten Abteilung der Vielseitigkeitsprüfung wird zuerst reviert. Hier muss der Hund selbstständig sechs Verstecke finden. Im sechsten Versteck trifft er dann auf den Scheintäter. Den muss er stellen und verbellen. Später muss der aufmerksame Vierbeiner einen fliehenden Scheintäter stellen, ihn an der Flucht hindern und einen Überfall abwehren. „Das ist keine Hetzjagd, so wie es immer noch einige Leute glauben. Für den Hund ist es ein reines
Beutespiel", betont Kremer. Zum Abschluss greift der „Täter" den Hund an. Jetzt muss das Tier ganz schnell reagieren, in dem es den , „Ganoven" durch einen Biss abwehrt. Und hier kommt wieder die Unterordnung ans Tageslicht: Der Halter kommt und sorgt für einen kurzen Befehl dafür, dass der Hund sofort ablässt.


PRESSEMELDUNG (AZ 14.04.2003):
 
Vierbeinige "Schüler" glänzen durch Spürsinn

Stolberg. Hoch konzentriert gehen Halter und Hund durch die Prüfung. Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Die Stimmen der Zuschauer, die von Prüfungsleiterin Karin Küttgens abgefeuerten Schüsse: Keine Chance!

Zwei- und Vierbeiner lassen sich nicht ablenken. Sie konzentrieren sich einzig und allein auf ihre Aufgabe.

Am Wochenende fand auf dem Gelände des Hundevereins Atsch-Breinigerberg die Kreismeisterschaft der Kreisgruppe Aachen unter dem «Deutschen Verband der Gebrauchshunde» statt. Sieben Hundehalter nahmen mit ihren Vierbeinern an der Prüfung teil, die aus Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst besteht.

Spurensuche und immer auf der Fährte bleiben

Für die Fährtenarbeit geht´s nach Dorff auf eine Wiese. Im Beisein der drei Richter werden die Fährten vorgelegt. Jetzt muss der Hund ganze Arbeit leisten. Denn diese Sparte eignet sich nur für solche Hunde, die gute Konditionen haben und deren Geruchs- und Spürsinn vom Halter gefördert wird. Die maximal hundert Punkte können hier nur erreicht werden, wenn der Vierbeiner alle drei Gegenstände findet und dabei immer auf der Spur bleibt.

Weiter geht es auf dem Gelände des Hundevereins am Breinigerberg, wo Unterordnung beziehungsweise Gehorsam vom Hund abverlangt wird. Ingo Kremer vom MV Zülpich ist mit seinem Schäferhund Bruno von Haardblick als Erster dran.

Danach geht es für Rosi Backes und Dobermann Ulf von Sabbatsveld ans Eingemachte. Mit Argusaugen beobachten die Richter Schritt und Tritt des Gespanns vom MV Atsch-Breinigerberg. Die Unterordnung wird mit verschiedenen Übungsteilen - Unbefangenheit in einer Menschengruppe, gegenüber Knallgeräuschen, freies Abliegen, Bringen von Gegenständen, Springen und Klettern - geprüft.

Auch für Unbefangenheit gibt es wichtige Punkte

Zuerst muss Ulf eine Strecke bei Fuß gehen. Dann muss er seine Unbefangenheit in einer vierköpfigen Gruppe beweisen, mit seinem «Frauchen» um die einzelnen Leute herum gehen und schließlich vor einer Person neben seiner Halterin sitzen. Alles klappt wie am Schnürchen. Kurz vor dem Ende der Prüfung dann ein dicker Fehler.

Rosi Backes wirft einen Gegenstand über die 1,80 Meter hohe Schrägwand, Dobermann Ulf springt rüber, kommt allerdings nicht auf die gleiche Weise zurück, sondern nimmt den bequemeren Weg am Hindernis vorbei. Raunen in den Zuschauerreihen. «Schade, aber da kann man dem Hund wirklich keinen Vorwurf machen. Rosi hat den Gegenstand nicht weit genug hinter die Wand geworfen. Der Hund hatte dadurch ja gar keinen Anlauf mehr», unterhalten sich zwei Vereinsmitglieder.

Rosi Backes ist ebenfalls sichtlich enttäuscht, ihrem Hund gibt sie natürlich trotzdem die nötigen Streicheleinheiten. Die Zuschauer applaudieren. Später noch mehr, schließlich hat´s mit 84 Punkten immer noch für die Note «gut» gereicht.

Frank Steffens und sein Malinos Kirou Airport Hannover haben einen besseren Tag erwischt. Fast ohne Fehler geht es übers Gelände. Der Vierbeiner geht bei Fuß, sitzt, macht Platz - oder wie es die Hundekenner sagen: legt ab -, gehorcht auf Befehle wie «Steh», «Hier» und «Aus» und springt problemlos über die ein Meter Hürde sowie über die hohe Schrägwand, um den Gegenstand zu holen und zurückzubringen. Das gibt satte 90 Punkte von den Richtern, ein «sehr gut».

Schutzdienst erfordert hohe Anforderungen

Während Kirou Airport Hannover die Prüfung ablegt, liegt Bouvier Tosca von der Barbierhoeve seelenruhig einige Meter weiter auf der Wiese. Ihr Halter Josef Flöter vom MV Stolberg-Werth hat sich hinter einer Wand versteckt. Da gibt´s kein Heulen oder Jammern, Tosca muss ruhig in ihrer Position verharren. «Das sieht alles so einfach aus, erfordert aber ein Höchstmaß an Konzentration» weiß Joachim Wonschik, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Kreis Aachen. «Noch interressanter wird es gleich beim Schutzdienst. Da werden besonders hohe Anforderungen an die Disziplin des Hundes gestellt», weiß Ingo Kremer vom MV Zülpich.

Beim Schutzdienst, der dritten Abteilung der Vielseitigkeitsprüfung wird zuerst reviert. Hier muss der Hund selbstständig sechs Verstecke finden. Im sechsten Versteck trifft er dann auf den Scheintäter. Den muss er stellen und verbellen. Später muss der aufmerksame Vierbeiner einen fliehenden Scheintäter stellen, ihn an der Flucht hindern und einen Überfall abwehren. «Das ist keine Hetzjagd, so wie es immer noch einige Leute glauben. Für den Hund ist es ein reines Beutespiel», betont Kremer.

Zum Abschluss greift der «Täter» den Hund an. Jetzt muss das Tier ganz schnell reagieren, in dem es den «Ganoven» durch einen Biss abwehrt. Und hier kommt wieder die Unterordnung ans Tageslicht: Der Halter kommt und sorgt für einen kurzen Befehl dafür, dass der Hund sofort ablässt.

 

Qualifiziert für die Landesmeisterschaft

1. Platz: Frank Steffens mit Kirou Airport Hannover vom MV Atsch-Breinigerberg; 99 Punkte Fährtendienst, 90 Punkte Unterordnung, 96 Punkte Schutzdienst, gesamt: 285 Punkte (von 300 maximal zu erreichbaren Punkten).

2. Platz: Günther Klüttgens mit Fahra v. Brandenholz, MV Atsch-Breinigerberg (97+86+95 = 278).

3. Platz: Karl-Heinz Nipps mit Ux v. Briloner Eck, MV Zülpich (93+86+94 = 273).

4. Platz: Rosemarie Backes mit Ulf v. Sabbatsveld, MV Atsch-Breinigerberg (93+84+95 = 272).

Von Doris Schlachter (14.04.2003)
Aachener Zeitung

 

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